Seniorenfeier 2014 der Ortsgemeinde Mehren – 18.11.2014

Zur diesjährigen Seniorenfeier hatten sich rund 30 Seniorinnen und Senioren im Landhaus Mehren eingefunden, um hier einen vergnüglichen Nachmittag zu verbringen. Nach der Begrüßung durch Ortsbürgermeister Thomas Schnabel wurde das Programm des Nachmittags durch die Kinder der Flötengruppe Mehren unter der Leitung von Ute Klevesahl eröffnet. Hierbei begeisterten die jüngsten Flötistinnen der Flötengruppe und überzeugten die Gäste von ihren bereits erlernten, musikalischen Fähigkeiten. Im Anschluss begrüßte auch Alleinunterhalter Christof Diels aus Eichen alle Anwesenden bevor er sich dem musikalischen Motto des Nachmittags „Melodien aus vergangenen Tagen“ widmete.

In gewohnt, professioneller Weise hatte er einen bunten Melodienreigen für diesen Nachmittag vorbereitet, zu dem er einiges zu erzählen und mit dem er sichtlich den Geschmack aller Gäste getroffen hatte. Musikalisch umrahmt genossen alle den weiteren Fortgang des Nachmittags bei einem leckeren Kuchenbuffet, dass von Frau Emmi Stein aus Mehren sowie den Mehrener „Ratsfrauen“ vorbereitet wurde. Abgerundet wurde dieses durch eine Kaffeetafel mit herzhaften Schnittchen vom Landhaus Mehren.

Als weiteren Programmpunkt des Nachmittags konnte Ortsbürgermeister Thomas Schnabel den Mundartdichter Walter Ochsenbrücher begrüßen, der wie er selbst sagte eigentlich keine öffentlichen Auftritte mehr absolviere, aber zu diesem Anlass noch einmal gerne nach Mehren gekommen sei. Familie, Heimat, Sprache, das sind Dinge, die Walter Ochsenbrücher prägen und sein Leben mitbestimmen. Was für ihn mit der Kindheit in der wohl geborgenen Obhut der Eltern begann, setzte sich über seine beiden eigenen Jungs fort und erfährt nun die Fortsetzung in den Enkelchen. Die Mundart, das Wäller Platt, erlernte er bereits in frühester Kindheit und legte es bis heute nicht ab. Die Zeiten der dichterischen Ideeneingebungen erreichten ihn überall und zu jeder Zeit. Egal, wo er sich gerade befindet und es wird jede Idee, jede Eingebung notiert. Bleistift und Papier habe er überall deponiert, ob auf dem Traktor, der Küche oder am Bett. Die spontanen Gedanken wollen immer gleich aufgezeichnet werden. So notierte er bei der Geburt eines Kälbchens zwischendurch seine Gedanken. Als das Kälbchen am nächsten Morgen fit war, hatte er auch die Geschichte fertig. So zitierte der Ortsbürgermeister einen Bericht des AK Kuriers aus einer Ausgabe im November 2007.

Einige seiner vortrefflichen Werke hatte er nach Mehren mitgebracht und diese wurden sogleich dem begeisterten Publikum frei vorgetragen. Viele fühlten sich sogleich zurückversetzt in ihre eigene Kindheit, denn die von Walter Ochsenbrücher im Wäller Platt vorgetragenen Erinnerungen überschnitten sich vielfach mit eigenen Erlebnissen. Diese wurden auch durch einen Vortrag der beiden Ortsbeigeordneten Armin Schnabel und Reinhard Kramer geweckt, die für diesen Nachmittag eine Auswahl von Bildern aus vergangenen Tagen in Mehren mitgebracht hatten. Die Bilder waren eine Auswahl der anlässlich der Neuauflage der Dorfchronik von den beiden recherchierten Fakten.

Zum Abschluss des Nachmittags erhielten  die beiden ältesten Teilnehmer des Nachmittags, Frau Elfriede Meisner und Herr Günter Kohl einen Blumenstrauss und ein Weinpräsent. Des Weiteren bedankte sich der Ortsbürgermeister bei allen Akteuren des Nachmittags, sowie bei allen die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.