Wissenswertes - Unsere Kirche - 2 von 2

Skelettfund in der Kirche MehrenDarüber berichtete der damalige Pfarrer Pfeifer: "... Der Zusammenhang zwischen Grabplatte und dem gefundenen Skelett ist vorläufig noch ungeklärt. Der Beerdigte muß einer Körperlänge von mehr als 1,90 m gehabt haben. Er liegt genau in West-Ost-Richtung, den Kopf im Westen, so daß die Augen

zum Altarraum hingeblickt haben.

 

Das Skelett wurde am 19. Januar 1969 völlig ausgebettet. Es zeigt sich hierbei, daß es auf leicht nach Osten abfallendem Felsgestein (Manganeisen) gebettet lag. Danach legten wir die Skelett -Teile so zurück wie wir sie gefunden hatten und beerdigten auch die Eingangs erwähnten anderen Schädel..."

 

 

Bei den Erdarbeiten gefundene Gegenstände, die wichtig für eine Datierung des Grabes erschienen wurden zurückbehalten und dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Mainz vorgelegt.

 

m Verlauf der Renovierung wurden im Inneren der Kirche größere Veränderungen vorgenommen. Die Bänke im Mittelschiff wurden durch Stuhlreihen ersetzt und die erst 1953 ausgeführten Malereien wieder entfernt. Es handelt sich dabei um den auf dem Regenbogen thronenden Christus über dem Triumphbogen sowie je eine Zweiergruppe der vier Evangelisten zu beiden Seiten des Chorbogens. Infolge der Verkleinerung der Orgelempore wurden auch die auf die Wand der Empore gemalten musizierenden Engel wieder entfernt.

 

Geblieben sind die 1953 eingesetzten Fenster im Chor in satten Farben sowie die übrigen Fenster in roten, blauen und gelben, mehr pastellfarbigen Tönungen. Die Decke des Mittelschiffes ist bunt gestaltet und soll damit an die alte romanische Bauzeit erinnern.

 

Zu sagen ist noch ein einziges zum Turm. Bis heute ist sein unteres Geschoß seit der Erbauung unverändert geblieben

 

Die Glocken

 

Die Glocken der Kirche in MehrenDie Glocken der Kirche in Mehren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kirche zu Mehren besitzt die wohl zweitälteste Glocke im Kreis Altenkirchen. Diese Glocke rechnet man dem Anfang des 14. Jahr-hunderts zu und sie trägt die Inschrift: „O REX GLORIE VENI CUM PACE, YCH HEISSEN MARIA“ (O König der Herrlichkeit, komm in Frieden, ich heiße Maria). Ein Hinweis auf den Glockengießer fehlt.

 

Die zweite Glocke aus dem Jahr 1576 hat die Inschrift:

„SANCTUS JACOBUS HEISSEN ICH, TZO DEM DEINST GOTTES ROFFEN ICH, DU SUNDER BEKER DICH, SO GIFT DIR GOTT SEIN EWICH RICH. HINRICH VAN CÖLLEN GUSS MICH ANNO DOMINI 1576. – HERMAN GRAFF ZO SEIN, HENRICH BRENDER RENTMEIST[ER]. CUNRAD STROE LANDSCHULTES, JUST FISCHER PASTOR, LUEDWICH KORFF, HUPRICH NEVEHOFF, KREIMANN GRAUNWALT.

Auf dem Glockenmantel sind zwei Reliefs von etwa 10 cm Höhe, das eine mit der Darstellung der Kreuztragung Christi, das andere mit dem Bilde der Geburt Christi.

 

Die dritte Glocke trägt die Inschrift:

„BLASET MIT DEN POSAUNEN, RUFFT AUFF MEINEM HEILIGEN BERG, DAN DER DAG DES HERREN KUMPT UND IST NAHE (JOEL) HINRICH VAN CÖLLEN GUSS MICH ANNO DOMINI 1576 MATTHEIS KLOCKNER“.

Auf dem Glockenmantel ist ein Relief von etwa 10 cm Höhe mit der Darstellung der biblischen Szene Joseph und Potiphar.

 

In den Kriegswirren wurden die Glocken durch die damalige Regierung 1943 eingezogen; sie kamen aber alle 1947 zurück.

 

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