Wissenswertes - Geschichte von Mehren - 4 von 5

Und so wird man es auch hier verstanden haben, ihn sich nutzbar zu machen; denn nur mit der hohlen Hand sind auch in frühester Zeit Wasser und Milch nicht geschöpft worden. Wenn auch bisher, wie etwa im Kannebäckerland, keine Funde aus vorchristlicher Zeit zu verzeichnen sind, besagt das noch lange nicht, dass irgendwo äm Mihedschen nicht derartige Beweisstücke unter der Erdoberfläche verborgen liegen.

 

In jüngster Zeit ist man bei Ausschachtungsarbeiten in Mehren auf Scherrwelen (Scherben) gestoßen. Diese Funde beweisen eindeutig, dass alles, was in Küche und Keller und Im Krug zum grünen Kranze benötigt wurde, in Mehren hergestellt worden ist. Die Stücke stammen allerdings nicht aus grauer Vorzeit. Sie sind jüngeren Datums, vielleicht aus dem 16, 17. oder 18. Jahrhundert. Krug- und Kannebäcker in Mehren!

 

Anton Remy aus Bendorf a. Rh. hat 1737, in dem für das Mehrbachtal nicht gerade günstigen Jahrhundert, den Versuch gewagt, die noch tätigen Töpfer des Kirchspiels zu einer Zunft zu vereinigen (5. Heimatkalender 1967, Beitrag von W. Schneider, ,,Die Kannebäckerzunft in Mehren").

 

Aber seinem Vorhaben hat kein guter Stern geleuchtet und seine Pläne waren von vornherein zum Scheitern verurteilt. Das Kannebäckerland im Unterwesterwald hatte eben doch bessere Tonerde, als die bis heute noch bekannten Tongruben bei Giershausen und Fiersbach herzugeben vermochten.

 

 

Kriegereignisse in den verschiedenen Jahrhunderten haben mit dazu beigetragen, dass die Keramik-Industrie äm Mihedschen zum Erliegen kam.

 

In Mehren gefundene Tonerzeugnisse zeugen von der damaligen Zunft, welche wohl auch das englische Königshaus belieferte.

 

Krüge Britisches Königswappen Keramikmusseum Königliches Wappen GR-Krug

Mehrener Keramik

Hier in Mehren gefundene Westerwälder Keramik: Krüge und Kannen aus grauem Steingut, verziert durch eine blaue Salzglasur.

Britisches Königswappen

In Mehren gefundene Tonscherbe mit dem britischen Königswappen

Ausgestellte Fundstücke im Keramikmuseum

Funde aus dem Hause Laßmann - Heuser, Mehren

Königliches Wappen

Tonscherbe mit dem Wappen König Georgs II. von Großbritannien und Kurfürst von Hannover

Ein in Mehren gefundener noch komplett erhaltener
GR - Krug

 

 

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