Feuerwehr - Bericht über Einsatz am 31.03.2009

 

31.03.2009

 

Feuerteufel in KircheibFeuerteufel von Kircheib schlug wieder zu.

 

KIRCHEIB. Eineinhalb Stunden vor Mitternacht des letzten Tages des Monats März schlug der Feuerteufel von Kircheib auf dem Kircheiber Campingplatz wieder zu.

 

Fast genau zwei Monate war es in Kircheib ruhig auf dem Campingplatz an der Gaststätte Westerwaldblick, jetzt sind die Campingplatzbewohner wieder beunruhigt, liegen die Nerven wieder blank. Verständlich.

 

Zu jeder Zeit kann es auf dem recht weiträumigen Campinggelände wieder brennen. Noch sind keine Personen körperlich zu Schaden gekommen. Im Januar hatten zwei Personen und ein Hund großes Glück. Damals brach der Brand in den frühen Abendstunden aus, im Vergleich zu den meistern Bränden über drei Stunden zu früh. In der Nacht zum Mittwoch war es fast wieder die alte Zeit, 22.25 Uhr.

 

Eine Person hatte auf dem Campingplatz eine gestalt beobachtet und es in der Gaststätte gemeldet. Sofort ging man der Sache nach, konnte aber wohl nichts feststellen. Minuten später stand eine Hütte mitten im Campingplatzgebiet in hellen Flammen. Die Feuerwehr wurde alarmiert und die Einsatzleitstelle Montabaur drückte für die Löschzüge Mehren, Weyerbusch und Altenkirchen die Sirenen. Bereits mehrmals hatte das Feuer schnell um sich gegriffen und mehre Wohnwagen und Hütten beschädigt und oder komplett zerstört.

 

Die Feuerwehr und auch die Anwohner kommen inzwischen mit der Zählerei durcheinander. Die jetzt abgebrannte Hütte soll nach Aussage des Wehrleiters Günter Imhäuser (Altenkirchen) das 13te Objekt sein das dem „Feuerteufel“ zum Opfer gefallen ist. Bei den Bränden schwankt man zwischen sieben und acht. Vor zwei Jahren hat das höllische Treiben begonnen. Ein Campingwagen mit Vorbau fiele im Januar den Flammen zum Opfer und ein weiterer Campingwagen wurde so beschädigt dass er nicht mehr bewohnbar ist.

 

Eine Hütte auf dieser Parzelle wurde nur äußerlich beschädigt und die Fensterscheiben zersprangen. Dienstagnacht ging nun diese Hütte den Weg in die Asche. Zur Sache kann die Polizei Altenkirchen noch keine Angaben machen. Die Kripo nimmt am Mittwoch ihre Ermittlungen dort auf. Wer über den Campingplatz geht kann anhand der leeren Plätze und der verbrannten Überreste sehen wo das Feuer bisher gewütet hat. Im Einsatz war Dienstagnacht auch die Bereitschaft des DRK Ortsverbandes Altenkirchen.

 

Ein Feuerwehrmann aus Mehren wurde am rechten Ellenbogen verletzt und vom DRK ins Altenkirchener Krankenhaus zur Untersuchung gefahren. DRK Mann Jörg Gerharz entdeckte wenige Meter neben den jüngsten Brandopfer einen Feuerlöscher, der in der Campingstraße an einem Pfahl befestigt ist. Zum Einsatz kam er allerdings nicht, der Feuerlöscher. Vermutlich hätte er auch bei der Feuersbrunst wenig ausrichten können. (wwa)

 

Fotos: Wachow

 


 
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