Feuerwehr - Bericht über Einsatz am 13.12.2008

 

13.12.2008

 

Feuer auf dem Campingplatz

 

Kircheib. Das war auf dem Kircheiber Campingplatz hinter der Gaststätte Westerwaldblick für manchen der wahre Horror. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde die Mehrener Feuerwehr das erste Mal zu einem Wohnwagenbrand auf dem Campingplatz gerufen. Das Feuer war nicht sonderlich groß und vom Löschzug recht schnell gelöscht.

 

Gegen Mitternacht rückte die Wehr wieder ab. Was sie und viele andere bis zum Freitag nicht bemerkten ist ein weiterer Wohnwagenbrand auf dem Platz. Völlig unbemerkt brennt irgendwann in der gleichen Nacht ein Campingwagen in der letzten Straße ganz rechts ab, komplett runter. Nur der untere Rahmen ist noch zu erkennen, die Achse und einige ausgebrannte Einrichtungsgegenstände.

 

Freitag gegen 22.45 Uhr wird die Feuerwehr Mehren wieder nach Kircheib auf den Campingplatz gerufen. In der drittletzten Straße rechts brennt erneut ein Wohnwagen. Die Feuerwehr kann nicht verhindern dass das Feuer auch die angrenzenden Wohnwagen durch die ernorme Hitze in Mitleidenschaft zieht. Das gleiche Spiel wie am Dienstag, gleiche Uhrzeit, nur brennt das Objekt ab. Die Feuerwehrleute bemerken dass in den Wohnwagen noch Gasflaschen stehen. Geborgen werden können sie nicht mehr und so gehen einige dann auch in die Luft. Verletzt wird dabei Gott sei Dank niemand. Gegen 24 Uhr rückt der Löschzug ab, richtet im Feuerwehrgerätehaus alles wieder her und rüstet die Fahrzeuge auf.

 

Die letzten beiden Schläuche werden gerade verstaut als gegen 2.30 Uhr erneut die Sirene läuft. „Feuer auf dem Campingplatz in Kircheib. Die Feuerwehrmänner glauben es nicht, doch der Ernstfall wird bestätigt. Zehn Minuten später stehen sie wieder am Campingplatz und wieder schlagen die Flammen bis zu 20, 30 Meter in den pechschwarzen Nachthimmel. Wieder brennt es in der dritten Straße, nur etwa in der Mit.

 

Der Brand am Abend befand sich am unteren Ende. Ein eingehauster Wohnwagen brennt komplett runter und zwei andere, in unmittelbarer Nähe stehende Wohnwagen brennen mit ab. Fünf Uhr wird es bis die Mehrener Feuerwehrmänner wieder in ihren Heimathafen einrücken können. Acht Wohnwagen werden in den zwei Mächten komplett zerstört, stark oder leichter in Mitleidenschaft gezogen. Die Frage nach der Ursache erübrigt sich.

Der Schaden ist Hoch. Ein Ehepaar aus dem Kölner Raum verlor vor zehn Jahren auf einem anderen Campingplatz seinen Wohnwagen durch Hochwasser.

 

Das wollten sie nicht noch einmal erleben und so bezogen sie den Platz in Kircheib. Beim letzten Brand verloren sie nun wieder ihren Wohnwagen. Nur noch eine Seite des einst schmucken Gefährtes steht. Alles andere ist Schutt und Asche. Sie stehen am Sonntag vor dem Aschehaufen. Sie versteht die Welt nicht mehr. Das war es, ich schlafe nie wieder in einen Wohnwagen und schon gar nicht hier auf diesem Campingplatz. Er fügt dann etwas leiser hinzu: „Es gibt keinen neuen Wohnwagen mehr“. (wwa)

 

Foto: Wachow

 

 


 
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