Feuerwehr - Bericht über Einsatz am 31.01.2005

 

31.01.2005

 

Glück im Unglück Hirz-Maulsbach

 

Das Gebäude ist vorerst nicht mehr bewohnbar, das Feuer am Montagabend leistete ganz Arbeit. Sieben Personen aus Hirz-Maulsbach in der Fiersbacher Straße haben Glück im Unglück gehabt.

 

Glück im Unglück in Hirz-MaulsbachBei der PI Altenkirchen ging kurz nach 19 Uhr die Feuermeldung ein. Punkt 19,10 Uhr erhielt die Freiwillige Feuerwehr Löschzug Mehren die Alarmierung, gleichzeitig wurde der Löschzug Weyerbusch mitalarmiert.

 

Wenige Minuten später waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt schlugen die Flammen bereits aus dem Dach des, an das Wohngebäude anschließenden, Wirtschaftsgebäudes, leckte die langenFeuerzungen in den dunklen, regenverhangenen Nachthimmel.


Kurz nach 19 Uhr verzeichneten die benachbarten Anwohner wieder einmal beißenden Qualmgeruch. Auf die Idee dass es in der Nachbarschaft brennen könnte kam niemand. Warum, so ein Anwohner sollte auch, die haben dort oben ständig etwas verbrannt das mörderisch qualmte und stank. Das vermuteten wir auch an diesem Abend. Glück im Unglück in Hirz-Maulsbach

 

Dann wurde aber plötzlich alles ganz anders. Eine junge Frau teilte mit dass sie im ersten Moment an Kinder oder die Bewohner da oben dachte, als sie es knallen hörte. Die Verschießen noch Feuerwerkskörper.

 

Doch plötzlich sei der Nachthimmel in gelbrotes Licht gehüllt worden. Das Feuer hatte die Dachhaut und die Dachfenster durchschlagen und der Feuerschein war weithin sichtbar.

 

Mehrere Anwohner griffen umgehend zum Telefon, informierten oder versuchten die Polizei zu informieren.

Im strömenden Regen rückte der Löschzug Mehren unter der Wehrführung von Ralf Schwarzbach mit 20 Wehrmännern und zwei Fahrzeugen an. Wenige Zeit später traf der Löschzug Weyerbusch mit dem Wehrführer und stellvertretenden Verbandsgemeinde-Wehrleiter Gerd Müller, ebenfalls 20 Wehrmännern und drei Löschfahrzeugen ein.

 

Zu diesem Zeitpunkt brannte der unmittelbare Anbau am Wohnhaus im Dachgeschoss komplett. Das Feuer hatte sich im Wirtschaftsgebäude über die gesamte Länge und in das Erdgeschoss ausgebreitet. Auch das Wohngebäude stand, im Anschlussbereich an das Wirtschaftsgebäude, im ersten Geschoss in Flammen.

 

Glück im Unglück in Hirz-MaulsbachDas Feuer, mit hoher Wahrscheinlichkeit im ausgebauten Raum des Wirtschaftgebäudes im Dachgeschoss ausgebrochen, hatte auf das Wohngebäude übergreifen können, weil hier die Giebelwand (Brandwand) im Obergeschoss und Dachgeschoss, durch den Einbau von Türen, durchbrochen war.

 

Über den Wohnhausflur fraß sich das Feuer blitzschnell in den gesamten Flurbereich, das Bad, die Küche und ein Schlafzimmer.

 

Glück im Unglück in Hirz-MaulsbachDie gesamte Deckenverkleidung fing Feuer. Die Enorme Hitze zerstörte mitten im Gebäude den Sicherungskasten. Von den Telefonen blieb nur noch ein geschmolzener Klumpen Kunststoff übrig.

 

Die Hitze ließ das Badezimmerfenster zerspringen und die Flammen erhielten neuen Sauerstoff.

 

Bei Eintreffen des Löschzuges Weyerbusch fand sich auch der Verbandsgemeindewehrleiter Günter Imhäuser ein. Zwischenzeitlich kamen das DAR Altenkirchen mit einem Rettungswagen und dem Notarzt, das DRK Aschbach mit einem Rettungswagen und einem Krankentransportwagen vor Ort. Der ORG-Leiter (Organisationsleiter) Mike Stock (Gebhardshain) wurde mitalarmiert. Das DRK Altenkirchen und Notarzt rückte wieder ab da es keine Verletzten zu betreuen gab.

 

Das DRK Asbach übernahm die Betreuung der betroffenen Personen vier Erwachsene und drei Kinder, davon ein Kleinkind. Der ORG-Leiter Stock stellte eine Unterbringung der betroffenen Personen in einem Hotel in Obernau sicher. Die Feuerwehr übernahm den Transport dieser Personen mit einem Mannschaftswagen.

 

Bei der Alarmierung dieser Rettungskräfte war man davon ausgegangen dass es mehrere Verletzte gegeben hatte.Der Löschzug Altenkirchen wurde mit dem Gelenkmast und einem Tanklöschfahrzeug nachalarmiert. Der Einsatzleiter Ralf Schwarzbach wurde durch die Wehrleiter Imhäuser und Müller und dem Wehrführer Löschzug Altenkirchen Bernd Höller unterstützt.

 

Alle drei Löschzüge setzten Trupps mit schwerem Atemschutzgerät ein. Zudem waren noch die Atemschutzgerätewarte des Löschzuges Altenkirchen im Einsatz. Im Wohngebäude gingen die Atemschutzgeräteträger gegen das Feuer vor und stellten sicher dass sich keine Personen mehr im Gebäude befanden. Mittels Hochdrucklüfter wurde der Qualm aus dem Gebäude gedrückt. Nach ca. einer Stunde hatte die Feuerwehr den Brand gelöscht. Das DRK Asbach verbrachte die sieben Personen in ein Hotel. Der Löschzug Mehren übernahm die Brandwache. Am Dienstagmorgen nahm die Kriminalpolizei Betzdorf ihre Ermittlungen auf.

 

Fotos: Wachow

 

 

 

 


 

 

 

zurück